Illusionsmalerei

Der Begriff ist abgeleitet aus dem französischen „Trump I`oeil“ und bedeutet wörtlich übersetzt „Augentäuschung“.
Hier werden Flächen mit Farbe so gestaltet, dass die Szenerie bei Betrachtern für real und nicht für gemalt gehalten wird.
Dabei werden Fußboden, Wände und Decke nicht mehr als Untergrund einer Malerei wahrgenommen, sondern gehen
räumlich ineinander über. Der Betrachter hat die Illusion, vor oder in dem realistisch dargestellten Objekt zu stehen.
Durch die Illusionsmalerei hat der Bauherr die Möglichkeit, Räumlichkeiten nach seinen Vorstellungen und seinem
Geschmack gestalten zu lassen und so ein Gefühl von Weite, Urlaub und Entspannung zu erleben. Die Illusionsmalerei
vermag selbst tote, langweilige und fensterlose Räume, wie  Treppenhäuser, Fitnessräume oder Schwimmbäder in eine
fantasievolle Welt zu verzaubern. Die Illusionsmalerei trägt immer auch die individuelle Handschrift des Künstlers.
Diese Gemälde sind Unikate, die sorgfältig durch Skizzen entworfen und in solider Handwerksarbeit gemalt werden.
Dabei hat der Auftraggeber jederzeit die Möglichkeit, in den Gestaltungsprozess einzugreifen. Bei der modernen
Raumgestaltung bedient sich der Malermeister aller verfügbaren Designmittel, wie ornamentalem Schmuck,
Farblasuren, Glätttechniken und Schablonenmalerei. Der unbekümmerte, farbenfrohe Stilmix gilt dabei als Ausdruck
einer weltoffenen Lebenseinstellung, in der alle Grenzen und Übergänge fließend sind. Ist der Betrachter allein in dieser
Umwelt, entstehen eigene Wahrnehmungen und Wirklichkeiten, die er für sich in seiner Weise zusammenstellen kann,
denn die Wahrnehmung des Menschen wird von seiner inneren Erwartung, sowie physischen Einstellung bestimmt.
Ist ein Wandbild gut komponiert und sauber ausgeführt, kann es in unserer kurzlebigen Zeit locker und problemlos
ein Vierteljahrhundert und mehr überdauern. Es sollte jedoch als unbewegliches Ausstattungselement,
das fest mit der Architektur verbunden ist, sehr präzise geplant werden, damit es diesen Anspruch erfüllt.